Mädchennamen

Weiche Mädchennamen: Vornamen mit den Buchstaben L, M und N

Wenn ihr für eure Tochter einen Vornamen sucht, der weich und fließend ausgesprochen wird, sind Namen mit den Konsonanten L, M und N eine gute Basis. Diese Laute lassen Vornamen weniger hart wirken als Namen mit vielen Plosivlauten wie K, T oder P. In diesem Beitrag findet ihr eine Auswahl an Mädchennamen, die durch diese Buchstaben geprägt sind, sortiert nach ihrer Herkunft und Bedeutung.

HeyName · 6 Min. Lesezeit

Was Namen mit L, M und N verbindet

In der Sprachwissenschaft werden die Laute L, M und N (zusammen mit R) als Sonoranten oder Fließlaute bezeichnet. Bei ihrer Aussprache wird der Luftstrom im Mundraum nicht komplett blockiert, sondern kann kontinuierlich entweichen. Das führt dazu, dass Vornamen mit diesen Buchstaben beim Sprechen weicher ineinandergreifen.

Viele der aktuell häufig vergebenen Mädchennamen basieren auf dieser Lautstruktur. Oft handelt es sich dabei um sehr alte Namen aus dem lateinischen, griechischen oder althochdeutschen Sprachraum, die im Laufe der Jahrhunderte auf zwei oder drei Silben verkürzt wurden. Durch den Wegfall harter Endungen oder komplexer Konsonantenkombinationen bleibt oft ein sehr weiches Lautbild übrig.

Die Namen und ihre Bedeutung

Hier findet ihr 20 Vornamen, die maßgeblich von den Buchstaben L, M und N geprägt sind. Die Bedeutungen sind nach ihrer historischen Belegbarkeit eingeordnet.

Lina
Lina kann eine Kurzform verschiedener Namen auf -lina sein. Unabhängig davon gibt es den arabischen Namen, der mit „sanft“ beziehungsweise einer Palmenbezeichnung verbunden ist. Die Bedeutung richtet sich nach der jeweiligen Namensgeschichte.

Mila
In der slawischen Namensgeschichte ist Mila eine Kurzform von Namen mit dem Element milŭ, „lieb“ oder „teuer“. Im nordischen Namensgebrauch gibt es weitere Kurzformen, etwa über Milla zu Camilla oder Emilia. Die slawische Bedeutung gilt nicht automatisch für diese Formen.

Nele
Nele gilt als niederdeutsche und friesische Kurzform des lateinischen Namens Cornelia. Der römische Familienname der Cornelier geht auf das lateinische Wort "cornu" für "Horn" zurück.

Leni
Leni ist eine Kurzform von Helene oder Magdalena. Daraus ergibt sich keine einheitliche eigene Wortbedeutung; insbesondere ist die ursprüngliche Bedeutung von Helene ungeklärt.

Malia
Malia ist die hawaiianische Form von Maria. Die ursprüngliche Bedeutung der Maria-Namensfamilie ist nicht sicher geklärt. Malia lässt sich deshalb nicht gesichert mit „die Geliebte“ oder einer anderen einzelnen Bedeutung übersetzen.

Nora
Nora entstand als Kurzform von Eleonora oder Honora. Während Honora auf das lateinische "honor" (Ehre) zurückgeht, ist die ältere Wortbedeutung von Eleonora nicht sicher geklärt.

Luise
Luise ist die weibliche Form von Ludwig. Der Name basiert auf den althochdeutschen Wörtern "hlut" (laut, berühmt) und "wig" (Kampf). Der Name hat eine lange Tradition im deutschsprachigen und französischen Raum.

Mina
Mina kann eine Kurzform von Namen auf -mina wie Wilhelmina sein. Daneben bestehen eigenständige Namensgeschichten: persisch „Emaille“, Sanskrit „Fisch“ und Paschtu „Liebe“. Keine dieser Übersetzungen gilt pauschal für alle Trägerinnen des Namens.

Nova
Dieser Name geht direkt auf das lateinische Wort "novus" zurück, was "neu" bedeutet. Nova wird in den letzten Jahren häufiger vergeben und ist international gut verständlich.

Luna
In der römischen Mythologie ist Luna der Name der Mondgöttin, basierend auf dem lateinischen Wort für "Mond". Der Name wird in vielen europäischen Sprachen identisch geschrieben und ausgesprochen.

Malin
Malin ist als schwedische Form von Magdalena dokumentiert. Magdalena verweist auf den Herkunftsort Magdala am See Gennesaret. Im Deutschen wird das "i" oft kurz gesprochen, im Schwedischen lang.

Nika
Nika ist eine Kurzform von Namen wie Veronika oder Dominika, aber auch ein eigenständiger Name aus dem Griechischen. Dort geht er auf "nike" zurück, was "Sieg" bedeutet.

Livia
Livia ist die weibliche Form des römischen Familiennamens Livius. Dessen ältere Bedeutung ist nicht sicher geklärt. Daneben wird Livia als Kurzform von Olivia verwendet. Diese zweite Namensgeschichte ist vom römischen Familiennamen zu unterscheiden.

Merle
Für diesen Namen sind verschiedene Ursprünge dokumentiert. Er wird oft auf das französische Wort "merle" (Amsel) zurückgeführt, gilt aber auch als friesische Kurzform des keltischen Namens Muriel.

Nala
Im Sanskrit bedeutet Nala „Halm“ oder „Stängel“; so heißt auch ein König im „Mahabharata“. Unabhängig davon ist Nala als Löwin aus „Der König der Löwen“ bekannt. Die häufig genannten Swahili-Übersetzungen „Geschenk“ oder „Geliebte“ sind nicht belastbar belegt.

Lilia
Lilia geht auf das lateinische Wort "lilium" zurück, das die Lilie bezeichnet. Der Name ist eine Variante des englischen Lily und des deutschen Lilie.

Marla
Marla ist als Kurzform von Marlene dokumentiert, was wiederum eine Zusammensetzung aus Maria und Magdalena ist. Die Aussprache ist im Deutschen und Englischen nahezu identisch.

Noemi
Noemi ist die lateinische und italienische Form des hebräischen Namens Naomi. Die hebräische Wortgrundlage bedeutet "Freundlichkeit" oder "Lieblichkeit".

Lenya
Lenya gilt als russische Koseform von Elena, der slawischen Variante von Helene. Die Bedeutung von Helene ist nicht abschließend geklärt; oft genannte Deutungen sind "die Leuchtende" oder "die Fackel".

Maja
Maja ist einerseits eine Form des mythologischen Namens Maia, andererseits eine Kurzform von Maria. Die ältere Bedeutung von Maria ist ungeklärt. Die beiden Namensgeschichten ergeben keine gemeinsame Übersetzung.

Das Zusammenspiel mit eurem Nachnamen

Wenn ihr euch für einen Vornamen mit L, M oder N entscheidet, lohnt sich ein genauer Blick auf euren Familiennamen. Beginnt auch der Nachname mit einem dieser Buchstaben, entsteht eine Alliteration (zum Beispiel "Mila Müller" oder "Lina Lehmann"). Das kann sehr rund wirken, führt bei schnellem Sprechen aber manchmal dazu, dass Vor- und Nachname akustisch ineinanderfließen.

Achtet auch auf den Übergang zwischen dem letzten Buchstaben des Vornamens und dem ersten Buchstaben des Nachnamens. Endet der Vorname auf ein "a" oder "e" und beginnt der Nachname mit einem Vokal (wie bei "Nele Ahrens"), entsteht eine kleine Sprechpause, ein sogenannter Hiatus. Sprecht die Kombination aus Vor- und Nachname am besten mehrmals laut aus, um zu prüfen, ob sie flüssig über die Lippen geht.

Wie ihr den passenden Namen auswählt

Wenn euch die weiche Struktur dieser Namen zusagt, legt am besten zunächst eine grobe Liste an. Jeder von euch kann die Namen notieren, die ihm oder ihr grundsätzlich gefallen. Anschließend gleicht ihr eure Listen ab.

Um diesen Prozess einfacher zu machen, könnt ihr HeyName nutzen. In der App könnt ihr gezielt nach Anfangsbuchstaben wie L, M und N filtern. Jeder von euch bewertet die Namen unabhängig voneinander als "Favorit", "Vielleicht" oder "Passt nicht". Namen, die ihr beide als Favorit markiert habt, erscheinen direkt als gemeinsame Treffer. So seht ihr sofort, bei welchen weichen Mädchennamen ihr auf einem Nenner seid, und könnt diese engere Auswahl dann gemeinsam besprechen. Probiert die Favoriten auch direkt in Kombination mit eurem Nachnamen und einem möglichen Zweitnamen aus, um das gesamte Klangbild zu prüfen.

Stand:

Zur Themenübersicht: Mädchennamen

Passend zu eurer nächsten Frage