Mädchennamen
25 seltene Mädchennamen abseits der Top-Listen
Wenn ihr für eure Tochter einen Vornamen sucht, der in Kindergärten und Schulklassen selten vorkommt, ist eine gezielte Suche abseits der bekannten Hitlisten nötig. Dieser Beitrag liefert euch 25 seltene Mädchennamen aus verschiedenen Sprachräumen. Ihr erfahrt die Herkunft, die Bedeutung und worauf ihr bei der Aussprache oder Schreibweise achten solltet, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Was seltene Vornamen auszeichnet
Seltene Mädchennamen stammen oft aus drei Kategorien. Erstens: Alte, historische Namen, die seit Jahrzehnten kaum noch vergeben werden und nun langsam zurückkehren. Zweitens: Namen aus anderen Sprachräumen, die im deutschsprachigen Raum bisher wenig Verbreitung gefunden haben, wie etwa skandinavische, friesische oder slawische Vornamen. Drittens: Kurzformen oder Abwandlungen bekannter Namen, die sich als eigenständige Vornamen etablieren.
Die Seltenheit eines Namens ist regional unterschiedlich. Ein Name, der in Süddeutschland unbekannt ist, kann in Norddeutschland häufiger vorkommen. Da es in Deutschland keine offizielle, flächendeckende Namensstatistik gibt, basieren Einschätzungen zur Häufigkeit meist auf Stichproben von Standesämtern oder Geburtskliniken. Die folgenden 25 Namen tauchen in solchen Auswertungen aktuell sehr selten auf.
Die Namen im Detail
- Alba: Dieser Name geht auf das lateinische Wort "albus" zurück; die Wortgrundlage bedeutet "weiß" oder "hell". Im Spanischen und Italienischen wird das Wort "alba" zudem für die Morgendämmerung verwendet.
- Berrit: Berrit ist als nordfriesische und skandinavische Form von Birgit dokumentiert. Der Ursprung liegt im keltischen Namen Brigida, was "die Erhabene" bedeutet.
- Clea: Dieser Name wird oft als Kurzform von Cleopatra (griechisch für "Ruhm des Vaters") gedeutet, hat sich aber als eigenständiger Vorname etabliert. Er wird in der Regel mit einem harten "K" am Anfang gesprochen.
- Daria: Daria ist die weibliche Form des persischen Namens Darius. Die altpersische Wortgrundlage setzt sich aus den Elementen für "besitzen" und "das Gute" zusammen.
- Elinor: Dieser Name ist eine Variante von Eleanor. Die genaue Herkunft ist umstritten; verbreitet ist die Deutung als altprovenzalischer Name (Alienor) oder als Weiterentwicklung germanischer Namenswurzeln.
- Felia: Felia ist als Kurzform von Felicitas oder Ophelia dokumentiert. Je nach Ursprungsname geht die Bedeutung auf das lateinische Wort für "Glück" oder das griechische Wort für "Hilfe" zurück.
- Gesa: Gesa ist eine niederdeutsche und friesische Kurzform von Namen, die mit "Gert-" beginnen, wie etwa Gertrud. Die germanische Wortwurzel "ger" bedeutet "Speer".
- Hedi: Hedi geht als Kurzform auf den Namen Hedwig zurück. Die althochdeutschen Namenselemente bedeuten "Kampf" und "Krieg".
- Irma: Dieser Name hat germanische Wurzeln und geht auf das Namenselement "irmin" zurück. Die dokumentierte Bedeutung dieses Elements ist "groß", "allumfassend" oder "gewaltig".
- Jorina: Jorina ist die weibliche Form von Joris oder Jorien, welche wiederum niederländische und friesische Varianten von Georg sind. Der griechische Ursprung bedeutet "Landwirt" oder "Bauer".
- Kira: Kira ist als russische weibliche Form der Kyros-Namensfamilie und als Variante des irischen Ciara dokumentiert. Die ältere Bedeutung von Kyros ist ungeklärt. Die irische Namensfamilie gehört zu ciar, „dunkel“ oder „schwarz“. Eine gesicherte Bedeutung „Sonne“ ergibt sich daraus nicht.
- Lioba: Lioba geht auf das althochdeutsche Wort "liob" zurück. Die lateinische und deutsche Namensgeschichte dokumentiert die Bedeutung "die Liebe" oder "die Gute".
- Marei: Marei ist als bayerische und österreichische Variante des Namens Maria dokumentiert. Die Aussprache betont meist die zweite Silbe.
- Nika: Nika ist eine Kurzform von Namen wie Veronika oder Dominika. Unabhängig davon geht der Name auf die griechische Siegesgöttin Nike zurück, die Wortbedeutung ist "Sieg".
- Oona: Dieser Name stammt aus dem irischen Sprachraum (oft auch Oonagh geschrieben). Die ältere Wortbedeutung ist nicht sicher geklärt; verbreitete Deutungen übersetzen den Namen mit "Lamm" oder "die Einzige".
- Philine: Philine geht auf das altgriechische Wort "philos" zurück. Die dokumentierte Wortbedeutung lautet "freundlich" oder "liebend".
- Quinn: Quinn war ursprünglich ein irischer Nachname und bedeutet "Nachkomme des Conn". Die genaue Bedeutung des Namens Conn ist umstritten, oft wird er mit "Verstand" oder "Häuptling" übersetzt.
- Rhea: Die genaue etymologische Herkunft dieses Namens aus der griechischen Mythologie ist unklar. Gesichert ist, dass Rhea in der Antike als Mutter der olympischen Götter verehrt wurde.
- Suvi: Dieser Name stammt aus dem finnischen Sprachraum. Das finnische Wort "suvi" bedeutet dokumentiert "Sommer".
- Tialda: Tialda ist ein friesischer Vorname mit germanischen Wurzeln. Das zugrundeliegende Namenselement "diet" bedeutet "Volk".
- Uma: Uma stammt aus dem Sanskrit und ist ein Beiname der hinduistischen Göttin Parvati. Der Name wird verbreitet mit "Ruhe" oder "Glanz" gedeutet, auch hebräische Wurzeln ("Nation") sind möglich.
- Vika: Vika ist in slawischen Sprachen als Kurzform von Viktoria dokumentiert. Die lateinische Wortgrundlage bedeutet "Sieg".
- Wanda: Die ältere Wortbedeutung dieser Namensfamilie ist nicht sicher geklärt. Der Name stammt aus dem polnischen Sprachraum und wird oft mit dem ostgermanischen Stamm der Vandalen oder den Wenden in Verbindung gebracht.
- Xenia: Xenia geht auf das altgriechische Wort "xenia" zurück. Die Wortgrundlage bedeutet "Gastfreundschaft". Der Name wird meist mit einem "Ks"-Laut am Anfang gesprochen.
- Ylva: Ylva stammt aus dem altnordischen Sprachraum. Die dokumentierte Bedeutung des Namens ist "die Wölfin".
Alltagstauglichkeit: Schreibweise und Nachname
Wenn ihr euch für einen seltenen Namen entscheidet, solltet ihr prüfen, wie alltagstauglich er in eurem Umfeld ist. Ein Vorname, den kaum jemand kennt, muss häufiger buchstabiert oder in der Aussprache korrigiert werden.
Testet den Vornamen in Kombination mit eurem Nachnamen. Endet der Vorname auf denselben Buchstaben, mit dem der Nachname beginnt (zum Beispiel "Suvi Illner"), verschmelzen die Wörter beim Sprechen oft. Achtet auch auf die Länge: Zu einem sehr langen, mehrsilbigen Nachnamen bildet ein kurzer Vorname wie "Clea" oder "Nika" einen guten Kontrast. Bei kurzen Nachnamen funktionieren oft längere Vornamen wie "Elinor" oder "Philine" gut.
Überlegt zudem, ob es bei eurem Favoriten verschiedene Schreibweisen gibt. Bei "Kira" oder "Kyra" wird euer Kind voraussichtlich oft erklären müssen, mit welchem Buchstaben der Name geschrieben wird. Wenn euch das stört, ist eine eindeutige Variante oder ein Name mit nur einer gängigen Schreibweise die bessere Wahl.
Wie ihr eure Favoriten gemeinsam eingrenzt
Schreibt euch die Namen auf, die euch aus dieser Liste ansprechen. Oft hilft es, die Auswahl ein paar Tage ruhen zu lassen und dann erneut zu prüfen, welche Namen noch immer interessant wirken.
Um diesen Prozess zu strukturieren, könnt ihr die HeyName App nutzen. Ihr verbindet eure Geräte per Einladung und bewertet Vornamen unabhängig voneinander als "Favorit", "Vielleicht" oder "Passt nicht". Namen, die ihr beide als Favorit markiert habt, erscheinen direkt als gemeinsame Treffer. So seht ihr sofort, bei welchen seltenen Mädchennamen ihr euch einig seid. Nutzt auch die Filter nach Anfangsbuchstabe, Länge oder Sprache, um gezielt nach weiteren seltenen Alternativen zu suchen. Sprecht anschließend über eure gemeinsame engere Auswahl und probiert aus, wie die Namen zusammen mit eurem Nachnamen klingen.
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