Mythologie und Religion

Biblische Mädchennamen aus dem Alten und Neuen Testament

Wenn ihr einen Vornamen mit historischem und kulturellem Hintergrund sucht, bieten das Alte und das Neue Testament eine große Auswahl. Biblische Mädchennamen sind oft seit Jahrhunderten etabliert und in vielen Sprachen verständlich. Dieser Beitrag gibt euch einen Überblick über bekannte und seltenere Namen aus der Bibel, ordnet ihre Herkunft ein und erklärt, welche Bedeutungen dokumentiert sind.

HeyName · 6 Min. Lesezeit

Sprachliche Wurzeln und historische Einordnung

Die Namen der Bibel stammen nicht aus einer einzigen Sprache, sondern spiegeln die Entstehungsgeschichte der Texte wider. Das Alte Testament wurde überwiegend auf Hebräisch und in kleineren Teilen auf Aramäisch verfasst. Das Neue Testament entstand in griechischer Sprache, weshalb hier neben hebräischen und aramäischen Namen auch griechische und römische Einflüsse zu finden sind.

Ein verbindendes Element vieler biblischer Namen ist ihr theophorer Charakter. Das bedeutet, dass sie den Namen Gottes in sich tragen – oft erkennbar an Silben wie "El" oder "Jo". Andere Namen beschreiben konkrete Herkunftsorte, Tiere oder Pflanzen. Da die biblischen Texte über Jahrhunderte in unzählige Sprachen übersetzt wurden, haben sich die Namen weltweit verbreitet und an die jeweiligen Sprachgewohnheiten angepasst.

20 biblische Mädchennamen und ihre Herkunft

Abigail
Der Name stammt aus dem Hebräischen. Die dokumentierte Bedeutung setzt sich aus den Elementen für "Vater" und "Freude" zusammen, was als "mein Vater ist Freude" übersetzt wird.

Anna
Anna ist die griechische und lateinische Form des hebräischen Namens Channah. Die Wortgrundlage bedeutet "Anmut" oder "Gnade".

Damaris
Ein Name aus dem Neuen Testament, dessen Ursprung griechisch ist. Die Bedeutung ist nicht sicher geklärt; eine verbreitete Deutung vermutet einen Zusammenhang mit dem griechischen Wort für "Kuhbändigerin" oder "Gattin", eine andere leitet ihn von "sanftmütig" ab.

Debora
Der Name geht auf das Hebräische zurück. Die hebräische Wortgrundlage bedeutet "Biene".

Elisabeth
Der Name geht auf den hebräischen Namen Elisheva zurück. Die gesicherte Übersetzung lautet "mein Gott ist ein Eid" oder "mein Gott ist Fülle".

Esther
Die Herkunft dieses Namens ist vielschichtig. Eine sehr verbreitete Deutung leitet ihn vom altpersischen Wort für "Stern" ab. Andere Erklärungsansätze sehen eine Verbindung zum hebräischen Wort für "verbergen" oder zur babylonischen Göttin Ischtar.

Eva
Eva ist die lateinische Form des hebräischen Namens Chawwah. Die dokumentierte Bedeutung leitet sich vom hebräischen Wort für "Leben" oder "die Belebende" ab.

Hanna
Wie Anna geht auch Hanna auf den hebräischen Ursprung Channah zurück. Die Bedeutung ist entsprechend "Anmut" oder "Gnade".

Johanna
Dies ist die weibliche Form von Johannes, was auf das hebräische Jochanan zurückgeht. Die Elemente bedeuten "Jahwe (Gott) ist gnädig".

Judith
Ein hebräischer Name, der schlicht die Herkunft beschreibt. Er bedeutet "Frau aus Judäa" oder "die Jüdin".

Lea
Lea ist ein biblischer Name, der in der hebräischen Form Leʾa überliefert ist. Eine Verbindung mit einem hebräischen Wort für „müde“ und eine Herleitung aus dem Akkadischen werden diskutiert. Die ursprüngliche Bedeutung ist nicht abschließend geklärt.

Lydia
Dieser Name hat griechische Wurzeln und bezeichnete ursprünglich die Herkunft. Die dokumentierte Bedeutung lautet "Frau aus Lydien" (einer Landschaft im antiken Kleinasien).

Magdalena
Ähnlich wie Lydia ist auch Magdalena ein Herkunftsname. Er geht auf das Aramäische und Hebräische zurück und bedeutet "Frau aus Magdala" (einem Ort am See Genezareth).

Maria
Maria geht über griechische und lateinische Formen auf den biblischen Namen Mirjam zurück. Die ältere Wortbedeutung ist ungeklärt. Eine Verbindung mit einer ägyptischen Wurzel für „lieben“ ist eine mögliche Erklärung, keine gesicherte Übersetzung.

Naemi
Dieser Name aus dem Buch Ruth stammt aus dem Hebräischen. Die dokumentierte Bedeutung ist "die Liebliche" oder "meine Wonne". Eine bekannte englische Variante ist Naomi.

Rahel
Der Name stammt aus dem Hebräischen. Die gesicherte Wortbedeutung lautet "Mutterschaf". Rachel ist die in vielen Sprachen übliche Schreibvariante.

Ruth
Ein kurzer hebräischer Name. Die Bedeutung wird verbreitet mit "Freundin" oder "Begleiterin" übersetzt. Gesichert ist diese Herleitung jedoch nicht vollständig, da die älteren etymologischen Wurzeln unklar sind.

Salome
Der Name leitet sich vom hebräischen Wort "shalom" ab. Die dokumentierte Bedeutung lautet "Frieden".

Sara
Ein hebräischer Name aus dem Alten Testament. Die gesicherte Übersetzung lautet "Fürstin" oder "Herrin". Sarah ist die alternative Schreibweise, die das hebräische H am Ende abbildet.

Susanna
Der Name geht auf das hebräische Shoshannah zurück. Die Wortgrundlage bedeutet "Lilie", in späteren Übersetzungen oft auch "Rose".

Internationale Varianten und die Kombination mit dem Nachnamen

Biblische Mädchennamen haben den praktischen Vorteil, dass sie in fast allen westlichen Sprachen etabliert sind. Wenn ihr euch für einen Namen wie Anna, Eva oder Maria entscheidet, wird dieser im internationalen Umfeld meist problemlos verstanden und ausgesprochen.

Viele der ursprünglichen Namen haben zudem über die Jahrhunderte zahlreiche Varianten gebildet. Aus Elisabeth entstanden beispielsweise Elsa, Isabella und Lisa. Wenn euch die klassische biblische Form zu streng oder zu traditionell wirkt, lohnt sich oft ein Blick auf diese verwandten Namensformen.

Achtet bei der Auswahl auf den Rhythmus in Verbindung mit eurem Nachnamen. Kurze, einsilbige Namen wie Ruth passen oft gut zu längeren Nachnamen. Mehrsilbige Namen wie Magdalena oder Elisabeth harmonieren gut mit kurzen Nachnamen. Da biblische Namen sehr zeitlos sind, eignen sie sich auch hervorragend als Zweitnamen, falls ihr als Erstnamen eine modernere oder seltenere Wahl treffen möchtet.

Wie ihr eure Auswahl gemeinsam eingrenzt

Bei der großen Menge an biblischen Namen ist es hilfreich, wenn ihr zunächst unabhängig voneinander überlegt, welche Richtung euch zusagt. Mögt ihr eher die sehr kurzen Namen wie Eva und Lea, oder bevorzugt ihr längere Namen wie Johanna und Susanna?

Mit der HeyName App könnt ihr diesen Prozess strukturiert angehen. Ihr verbindet eure Geräte per Einladung und könnt Vornamen unabhängig voneinander als Favorit, "Vielleicht" oder "Passt nicht" bewerten. Namen, die ihr beide als Favorit markiert habt, erscheinen als gemeinsame Treffer. So seht ihr sofort, wo sich euer Geschmack überschneidet.

Nutzt auch die Filterfunktionen, um gezielt nach der Länge oder dem Anfangsbuchstaben zu suchen. Wenn ihr eure engere Auswahl gemeinsam besprecht, könnt ihr in der App den Vornamen direkt mit dem Nachnamen und einem möglichen Zweitnamen ausprobieren. Das hilft euch dabei, ein Gefühl für das Gesamtbild des Namens zu bekommen.

Stand:

Zur Themenübersicht: Mythologie und Religion

Passend zu eurer nächsten Frage