Geschichte und Inspiration
Vornamen aus bekannten Serien: Bridgerton, Game of Thrones und Stranger Things
Serien wie Bridgerton, Game of Thrones und Stranger Things prägen nicht nur die Unterhaltung, sondern auch die Namenswahl vieler Eltern. Wenn ihr Vornamen sucht, die durch aktuelle Popkultur bekannt geworden sind, bietet das Fernsehen eine breite Auswahl. Dieser Beitrag ordnet bekannte Serien-Namen historisch und sprachlich ein. Ihr erfahrt, welche Namen auf historischen Wurzeln basieren, welche neu erfunden wurden und worauf ihr bei der Aussprache oder Schreibweise im Alltag achten solltet.
Woher die Namen dieser Serien stammen
Die Namen aus diesen drei Serien stammen aus völlig unterschiedlichen sprachlichen und historischen Kontexten. "Bridgerton" bedient sich weitgehend an englischen Vornamen des 19. Jahrhunderts. Diese Namen haben oft lateinische, griechische oder germanische Wurzeln und sind historisch gut dokumentiert. "Stranger Things" spielt in den 1980er Jahren in den USA; die Namen spiegeln die dortige Namensgebung dieser Zeit wider, oft in Form von gängigen Abkürzungen. Bei "Game of Thrones" (basierend auf der Buchreihe von George R.R. Martin) handelt es sich um eine Mischung: Einige Namen sind traditionell englisch, keltisch oder skandinavisch, andere wurden vom Autor neu erfunden oder aus bestehenden Namen stark abgewandelt.
Die Namen im Detail
Daphne: Der Name stammt aus der griechischen Mythologie. Die Wortgrundlage bedeutet dokumentiert "Lorbeer" oder "Lorbeerbaum".
Simon: Geht auf den hebräischen Namen Schimon zurück. Die dokumentierte Bedeutung ist "der Erhörte" oder "Gott hat gehört".
Penelope: Penelope ist ein griechischer Name, bekannt als Name der Frau des Odysseus. Seine ursprüngliche Bedeutung ist nicht abschließend geklärt. Eine Verbindung zu einer Entenbezeichnung und eine Erklärung über das Weben werden diskutiert. „Die Weberin“ ist keine gesicherte Übersetzung.
Anthony: Geht auf den römischen Familiennamen der Antonier zurück. Die ursprüngliche etruskische Bedeutung dieses Namens ist unbekannt. Im Deutschen empfiehlt sich oft die Variante Anton, um Buchstabieren zu vermeiden.
Eloise: Dieser Vorname geht auf den althochdeutschen Namen Helewidis zurück. Die verbreitete Deutung setzt sich aus den Wörtern für "gesund" (oder "heil") und "Wald" zusammen.
Edwina: Die weibliche Form von Edwin. Die altenglische Wortgrundlage setzt sich dokumentiert aus den Elementen für "Besitz" oder "Reichtum" und "Freund" zusammen.
Colin: Eine Kurzform, die auf den Namen Nikolaus zurückgeht. Die griechische Wortgrundlage bedeutet dokumentiert "Sieg des Volkes". Im englischsprachigen Raum hat der Name eine lange Tradition.
Benedict: Geht auf den lateinischen Namen Benedictus zurück. Die dokumentierte Bedeutung lautet "der Gesegnete".
Arya: Dieser Name hat dokumentierte Wurzeln im Sanskrit und im Persischen. Die Übersetzung lautet "die Edle" oder "die Ehrbare".
Jon: Eine Kurzform von Jonathan oder Johannes. Die hebräische Wortgrundlage bedeutet "Jahwe hat gegeben" beziehungsweise "Jahwe ist gnädig". Die Schreibweise ohne "h" ist im skandinavischen und englischen Sprachraum etabliert.
Sansa: George R. R. Martin erfand Sansa als Figurennamen.
Daenerys: Dieser Name wurde vom Autor George R.R. Martin für seine Buchreihe erfunden. Es gibt daher keine historische Namensgeschichte und keine gesicherte Bedeutung.
Brienne: Die Herkunft ist historisch nicht eindeutig geklärt. Verbreitet wird der Name als weibliche Form des keltischen Namens Brian gedeutet, der oft mit "edel" oder "hoch" übersetzt wird.
Theon: Ein Name mit griechischen Wurzeln. Die dokumentierte Wortgrundlage bedeutet "göttlich".
Bran: Ein Name mit keltischen Wurzeln. Die dokumentierte Wortgrundlage aus dem Walisischen bedeutet "Rabe" oder "Krähe".
Jorah: Ein Name hebräischen Ursprungs. Die dokumentierte Bedeutung lautet "der Herbstregen" oder "er lehrt".
Maxine: Geht auf den römischen Beinamen Maximus zurück. Die lateinische Wortgrundlage bedeutet "die Größte". In der Serie wird fast ausschließlich die Kurzform Max verwendet.
Dustin: Die Namensgeschichte ist nicht völlig gesichert. Eine verbreitete Deutung führt den Namen auf den altnordischen Namen Thorstein zurück, was "Thors Stein" bedeutet.
Lucas: Geht auf das lateinische Lucanus zurück. Die dokumentierte Bedeutung lautet "der aus Lucania Stammende" (eine historische Region in Süditalien).
Robin: Ursprünglich eine Verkleinerungsform von Robert. Die althochdeutsche Wortgrundlage setzt sich aus den Wörtern für "Ruhm" und "glänzend" zusammen. Der Name wird heute geschlechtsneutral vergeben.
Nancy: Dieser Name entstand im Mittelalter als englische Koseform von Ann oder Anna. Die hebräische Wortgrundlage bedeutet "die Begnadete" oder "Gnade".
Steve: Eine Kurzform von Steven oder Stephen. Der Name geht auf den griechischen Namen Stephanos zurück; die dokumentierte Bedeutung lautet "der Kranz" oder "die Krone".
Joyce: Joyce geht über Josse auf bretonisch Judoc zurück, dessen Wortgrundlage „Herr“ bedeutet.
Jonathan: Ein traditioneller hebräischer Name. Die Wortgrundlage bedeutet dokumentiert "Jahwe hat gegeben".
Englische Seriennamen im deutschen Alltag: Aussprache und Schreibweisen
Wenn ihr euch für einen Namen aus einer englischsprachigen Serie entscheidet, solltet ihr die Aussprache im deutschen Alltag bedenken. Namen wie Penelope oder Eloise werden im Englischen anders betont und ausgesprochen als im Deutschen. Klärt für euch, ob ihr die englische Aussprache beibehalten wollt oder die deutsche Variante bevorzugt. Bei Namen wie Arya oder Theon gibt es im Deutschen meist keine Probleme, da sie sich gut in das hiesige Lautsystem einfügen.
Achtet auch auf die Schreibweise: Jon ohne "h" wird im deutschsprachigen Raum oft automatisch als John geschrieben. Hier müsst ihr damit rechnen, den Namen häufiger buchstabieren zu müssen. Testet zudem, wie der englische Vorname zusammen mit eurem Nachnamen klingt. Ein harter klanglicher Bruch zwischen einem stark englisch ausgesprochenen Vornamen und einem sehr traditionellen deutschen Nachnamen kann holprig wirken. Sprecht beide Namen mehrfach laut hintereinander aus, um ein Gefühl für den Rhythmus zu bekommen.
Wie ihr aus der Serien-Inspiration den passenden Namen filtert
Sammelt zunächst die Namen aus euren Lieblingsserien, die euch beiden zusagen. Besprecht im nächsten Schritt ganz sachlich, ob ihr bereit seid, eine abweichende Schreibweise oder eine englische Aussprache im Alltag zu etablieren. Wenn ihr eure Auswahl systematisch eingrenzen wollt, könnt ihr die HeyName App nutzen. Dort könnt ihr eure Geräte per Einladung verbinden und Vornamen unabhängig voneinander als "Favorit", "Vielleicht" oder "Passt nicht" bewerten. Namen, die ihr beide als Favorit markiert habt, erscheinen als gemeinsame Treffer. So seht ihr direkt, bei welchen Serien-Namen ihr übereinstimmt, und könnt diese engere Auswahl gemeinsam besprechen.
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